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Kategorie: Aktuell
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Barbara Havel, JWW: Networking ist in Corona-Zeiten wichtiger denn je

Die aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus stellt GründerInnen und JungunternehmerInnen aktuell noch immer vor große Herausforderungen. Der Aufbau von Kontakten gelingt gerade durch persönliche Gespräche und entsprechendes Netzwerken. Durch die Absage von Events, vermehrtes Homeoffice und den Verzicht sozialer Kontakte fällt das Zusammenschließen nicht so leicht. Barbara Havel, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien, gibt Tipps, wie man auch in Krisenzeiten erfolgreich Kontakte knüpft. 

Soziale Kontakte sind für das tägliche Leben der Menschen unverzichtbar – dennoch müssen diese aufgrund der aktuellen Krise rund um die COVID-19-Pandemie drastisch eingeschränkt werden. Veranstaltungen werden abgesagt oder finden online statt, das Arbeitsleben hat sich durch die Maßnahmen stark verändert, das Homeoffice wurde zu einer unverzichtbaren Komponente. Doch gerade für UnternehmerInnen ist Networking eine wichtige Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, Tipps zu erhalten oder neue Aufträge zu generieren. Um erfolgreich durch diese schwierige Zeit zu kommen, hat Barbara Havel, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien, hilfreiche Empfehlungen für GründerInnen und JungunternehmerInnen parat.

Präsenz zeigen und unterstützen

Auch wenn die Situation gerade schwierig sei, ist es laut Havel keine Option unterzutauchen – ganz im Gegenteil: „Es war noch nie so wichtig, die eigene Präsenz zu zeigen. Deswegen sind die Pflege und der Aufbau von Kontakten unerlässlich, dafür bedarf es aber auch Kreativität und einer ausgeklügelten Strategie.“ Denn der Aufbau eines entsprechenden Netzwerkes bringt gerade in unsteten Zeiten einen hohen Nutzen und schafft sowohl bei KundInnen als auch MitarbeiterInnen Vertrauen und Sicherheit. Für die JWW-Vorsitzende zählt das Geben zu den wichtigsten Networking-Tools: „Wir müssen uns selbst fragen, wie unsere Kontakte von unserem eigenen Know-how profitieren können und welche selbst gemachten Erfahrungen auch für andere hilfreich sein können.“

Durch gebotene Hilfestellungen kommt man ins Gespräch und kann so auch von Tipps und Learnings anderer UnternehmerInnen profitieren. Ebenso wichtig ist es, bestehende Kontakte zu nutzen. Gerade in der aktuellen Situation ist Empfehlungsmarketing ein wichtiges Tool, um anhand eines bereits bestehenden Netzwerkes zusätzliches Vertrauen zu schaffen und Geschäftsbeziehung zu vertiefen beziehungsweise neue Beziehungen durch Empfehlungen aufzubauen. Eine weitere Möglichkeit, um mit der eigenen Community in Verbindung zu bleiben, ist Social Media. „Durch die Verwendung von Social Media Kanälen kann man die eigenen Botschaften zielgerichtet aufbereiten. Zudem bieten sie ein hohes Maß an Sichtbarkeit“, erklärt Havel. 

Kombination aus on- und offline

Dass die Kontaktpflege derzeit dabei oftmals nicht physisch stattfinden kann, darf dabei nicht als Ausrede gelten. „Es gibt viele Online-Events, die sich bestens als Networking-Veranstaltungen eignen“, weiß Havel, die mit der Jungen Wirtschaft Wien das gut etablierte und monatlich stattfindende Netzwerk-Event „After Work Network“ aktuell online durchführt. „Durch diese Möglichkeit schaffen wir für JungunternehmerInnen einen Rahmen, um sich austauschen zu können“, so Havel.

Nicht vergessen darf man bei der Abhaltung von Online-Veranstaltungen, dass die Organisation um einiges mehr an Zeit beansprucht. Damit der Output am Ende dafür aber umso größer ist, hat Havel noch einen wichtigen Tipp parat: „Wir wissen aus Erfahrung und Feedback Feedback der TeilnehmerInnen, dass kleine Gruppen online effektiver Netzwerken können“ Vom Besuch vom bereits wieder stattfindenden Offline-Veranstaltungen rät die Unternehmerin nicht ab, allerdings sollte man dabei mit Fingerspitzengefühl vorgehen: „Wichtig ist jedenfalls, die Hygienemaßnahmen und den Sicherheitsabstand einzuhalten, um die Gesundheit und das persönliche Sicherheitsgefühl der anderen TeilnehmerInnen nicht zu gefährden.“

Foto: JWW Wien